Spenglerarbeiten mit Meerblick

Kurz vor Weihnachten erhielt die Dachabteilung der SADA AG einen ganz besonderen Auftrag. Ein Kunde benötigte für seine Ferienresidenz in der Karibik robuste Regenrinnen, die das Wasser bei extremen Regenfällen ableiten. Ein Bauprodukt, welches in dieser tropischen Region nicht erhältlich ist. Ein Spengler, welcher diese Rinnen vor Ort fachgerecht montieren könnte, fehlte ebenfalls.

Eigentlich ist die SADA AG nur in der Schweiz, vor allem im Kanton Zürich tätig. Doch diese Anfrage vor Jahresende bildete eine der Ausnahmen. Spenglerarbeiten auf Bonaire, der zweitgrössten der ABC-Inseln auszuführen, lässt sich auch eine SADA nicht entgehen. Die Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao gehören zur Inselkette der östlichen Karibik und liegt auf der Höhe von Venezuela.

Wie alles begann

Das neue Ferienhaus unseres Kunden hatte einen kleinen Mangel. Heftige Winde und starke Regenfälle liessen das Wasser unkontrolliert und vorhangartig vom Dach prasseln. Dies hatte zur Folge, dass einerseits die Dachsparren (Konstruktionsholz vom Dach) nass wurden und anderseits das Wasser an die Fassade drückte und die Nässe nicht abwandern konnte. Ein Zustand, der langfristig zur Vermoderung der Dachsparren sowie zur Beschädigung des Gemäuers und des Betonbodens geführt hätte. Grund dafür waren die fehlenden Regenrinnen, welche für eine seitliche, kontrollierte Ableitung des Regenwassers sorgen. Solche Regenrinnen sind auf der Insel nicht üblich.

Kurzerhand wendete sich der Kunde an uns mit einer Bestellung und der Bitte, ihm das nötige Material mit 30 Laufmeter Regenrinnen inklusive Zubehör nach Bonaire zu schicken. Damit die Rinnen fachgerecht und rechtzeitig vor Weihnachten montiert werden konnten, wurde einer unserer Spenglerpoliere damit beauftragt, das Material vorschriftsgemäss zu verpacken, dem Frachtunternehmen zu liefern und die Arbeiten vor Ort auszuführen.

Die Herausforderung war der Transport

Nach diversen Vorabklärungen und Detailbesprechungen mit dem Auftraggeber und der Projektleitung konnte mit der Umsetzung des Auftrags begonnen werden. Umgehend wurde das benötigte Material bestellt. Abklärungen mit dem Frachtunternehmen ergaben, dass es für das gesamte Material ein Spezialgefäss benötigte. So musste zuerst eine 3 x 1.2 m grosse Kiste aus zertifiziertem Holz gezimmert werden. Das gehört ebenfalls zu den Vorschriften. Darin wurde das gesamte Material inklusive Maschinen und Werkzeug rutschfest und den Anforderungen entsprechend verpackt. Das Frachtgut wog rund 300 kg.

Der Auftrag vor Ort konnte fristgerecht, nach vier Arbeitstagen abgeschlossen werden. Die Bedingungen waren angenehm bei warmen Temperaturen, jedoch starkem Wind. Helfer unterstützten unseren Mann beim Transport der Ware und boten Hand bei der Montage, wo nötig.

Für unseren Mitarbeiter Reto Balzer gehörte dieser Auftrag sicher mitunter zu den abenteuerlichsten und schönsten. Die strapaziöse Hin- und Rückreise von je 16 Stunden pro Weg nahm er gerne in Kauf. Dafür belohnte er sich und seine Frau, die ihn begleitete, mit einem verlängerten Wochenende auf der Insel.